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Effiziente Produktion von Chlor

Chlor mit erheblich weniger Strom herzustellen – das schafft eine neue Technik von Bayer und ThyssenKrupp Uhde, die jetzt in die weltweite Vermarktung geht. Das Verfahren senkt den sehr hohen Energieaufwand zur Gewinnung der wichtigen Chemikalie gegenüber Standardprozessen um bis zu 30 Prozent. Bei großflächiger Nutzung lässt sich so Strom in volkswirtschaftlich relevanten Größenordnungen einsparen. Die neue Technik der Sauerstoffverzehr-Kathode (SVK) wird bei der Elektrolyse von Kochsalz eingesetzt, mit der 95 Prozent des Chlors produziert wird. Das Gas ist ein zentraler Grundstoff der chemischen Industrie und wird für rund zwei Drittel aller Erzeugnisse benötigt – unter anderem für Kunststoffe, Medikamente und Pflanzenschutzmittel.

Michael Kesselheim an der Sauerstoffverzehr-Kathode in Uerdingen.Zoom image
Michael Kesselheim an der Sauerstoffverzehr-Kathode in Uerdingen.

„Die SVK-Technik wurde zwei Jahre erfolgreich im industriellen Maßstab erprobt. Das geschah in einer Demonstrationsanlage am Bayer-Standort Krefeld-Uerdingen. Damit ist die Basis für die Vermarktung des Verfahrens gelegt. Die Entwicklungspartner Bayer MaterialScience und ThyssenKrupp Uhde/UHDENORA haben sich darauf verständigt, die Technik weltweit anzubieten. In der Chlorindustrie besteht bereits deutliches Interesse. Dr. Tony Van Osselaer, Vorstandsmitglied von Bayer MaterialScience: „Das neue Verfahren kann einen wichtigen Beitrag zur Energieeffizienz und damit zum nachhaltigen Umbau der Energiesysteme leisten.“

Letzte Änderung: 31. Juli 2013  Copyright © Bayer AG
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