Abschluss

Erläuterungen zum verkürzten Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2013

Grundlagen und Methoden

Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2013 ist gemäß § 37w Abs. 3 WpHG und in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 in verkürzter Form nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board, London, sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee erstellt worden.

Die Erläuterungen im Anhang des Konzernabschlusses 2012 gelten – mit Ausnahme der im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendeten Rechnungslegungsvorschriften und Änderungen von Bilanzierungsmethoden – insbesondere im Hinblick auf die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend.

Im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendete Rechnungslegungsvorschriften und Änderungen von Bilanzierungsmethoden

Die folgenden neuen Rechnungslegungsvorschriften hatten keinen bzw. keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder auf das Ergebnis je Aktie.

IFRS 10 (Consolidated Financial Statements) regelt die Aufstellung und Darstellung von Konzernabschlüssen und ersetzt dabei die entsprechenden Regelungen aus IAS 27 (Consolidated and Separate Financial Statements) und SIC-12 (Consolidation – Special Purpose Entities). Der Standard gibt ein für sämtliche Unternehmensformen einheitlich anzuwendendes Beherrschungskonzept vor, welches die Basis zur Abgrenzung des Vollkonsolidierungskreises bildet. Der Bayer-Konzern beherrscht andere Unternehmen, sofern er variablen Rückflüssen aus der Beziehung zu diesen Unternehmen ausgesetzt ist und mittels seiner Entscheidungsgewalt (Power) die Möglichkeit zur Beeinflussung dieser Rückflüsse hat. Die Erstanwendung von IFRS 10 erfolgte rückwirkend unter Beachtung der Übergangsvorschriften.

Durch IFRS 12 (Disclosure of Interests in Other Entities) sind die Vorschriften zu Anhangangaben im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen sowie zu gemeinschaftlichen Vereinbarungen und nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen neu geregelt worden. Keine dieser Regelungen ist in verkürzten Zwischenabschlüssen anwendbar, es sei denn wesentliche Umstände führen zu einer Angabepflicht. Im verkürzten Zwischenabschluss wurden entsprechende Anhangangaben nicht vorgenommen.

Der überarbeitete IAS 27 (Separate Financial Statements) regelt nun ausschließlich die Bilanzierung von Anteilen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen im IFRS-Einzelabschluss.

IFRS 13 (Fair Value Measurement) gibt eine einheitliche Definition sowie Grundsätze zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes vor. Der beizulegende Zeitwert wird nunmehr als Preis definiert, der beim Verkauf eines Vermögenswerts zu erzielen oder bei Übertragung einer Schuld zu zahlen wäre. Darüber hinaus erfordert IFRS 13 spezifische Anhangangaben für zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Bestimmte Anhangangaben zu beizulegenden Zeitwerten von zu fortgeführten Anschaffungskosten sowie zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten sind gemäß IAS 34 erstmalig auch für Zwischenabschlüsse notwendig. Die Erstanwendung des IFRS 13 wurde prospektiv vorgenommen.

IFRS 7 (Financial Instruments: Disclosures – Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities (Amendments to IFRS 7)) verpflichtet, Brutto- und Nettobeträge aus der bilanziellen Saldierung sowie andere bestehende Saldierungsrechte, die nicht die bilanziellen Saldierungskriterien erfüllen, tabellarisch darzustellen, soweit nicht eine andere Darstellungsform angemessener ist. Die Ergänzungen sind rückwirkend anzuwenden. Diese Regelung ist nicht in verkürzten Zwischenabschlüssen anwendbar, es sei denn, wesentliche Umstände führen zu einer Angabepflicht. Im verkürzten Zwischenabschluss wurden entsprechende Anhangangaben nicht vorgenommen.

Gemäß den im Juni 2011 veröffentlichten Änderungen an IAS 1 (Presentation of Financial Statements) erfolgt erstmals innerhalb des „Other Comprehensive Income“ eine separate Darstellung der zukünftig nicht ergebniswirksam umzubuchenden Beträge und derjenigen, die zukünftig ergebniswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung umzubuchen wären.

Darüber hinaus hatte die erstmalige Anwendung folgender Rechnungslegungsvorschriften eine wesentliche Bedeutung, sodass zum 1. Januar 2013 die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst wurden.

IAS 19 Employee Benefits (Revised 2011), nachfolgend IAS 19R, beinhaltet geänderte Bilanzierungsvorschriften für leistungsorientierte Altersversorgungspläne und für Abfindungsvereinbarungen. IAS 19R verlangt in Änderung der bisherigen Anwendung die sofortige ergebniswirksame Berücksichtigung eines nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands. Ferner wird zukünftig ein Nettozinsaufwand auf Basis der Netto-Altersversorgungsverpflichtung unter Anwendung eines Abzinsungssatzes für qualitativ hochwertige Unternehmensanleihen erfolgswirksam erfasst. Bewertungseffekte aufgrund versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste sowie Effekte aus der Berücksichtigung der Ansatzobergrenze für Planvermögen werden erfolgsneutral in der Gesamtergebnisrechnung berücksichtigt. Der Nettozinsaufwand wird weiterhin im Finanzergebnis erfasst.

IAS 19R regelt ferner, dass Abfindungsleistungen, die noch in zukünftigen Perioden erdient werden müssen, über die jeweilige Dienstzeit aufwandswirksam zu erfassen sind. Diese Änderung führte zu einer geänderten Bilanzierung für die Aufstockungsleistungen im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen in Deutschland. Bisher wurden Rückstellungen im Zeitpunkt des Altersteilzeitangebots bzw. des Abschlusses der Altersteilzeitvereinbarung gebildet, auch wenn zukünftig vom Arbeitnehmer noch Leistungen zu erbringen waren.

Der Bayer-Konzern wendet IAS 19R rückwirkend an. Die Bilanzwerte zum 1. Januar 2012 und zum 30. Juni 2012, die Gewinn- und Verlustrechnung und die Gesamtergebnisrechnung für die jeweiligen Vorjahresperioden wurden aufgrund der geänderten Bilanzierung des nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands, der Aufwendungen aus Abfindungsvereinbarungen und der erstmaligen Anwendung der Netto-Zinsmethode auf die Netto-Altersversorgungsverpflichtung angepasst. Die deutschen Versorgungsverpflichtungen aus anderen Versorgungszusagen (insbesondere aus Vor- und Frühruhestandszusagen) wurden aufgrund der klarstellenden Hinweise in IAS 19R aus den Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen in die sonstigen Rückstellungen zu Abfindungsverpflichtungen umgegliedert.

Latente Steuern wurden bei der rückwirkenden Anpassung an IAS 19R berücksichtigt.

IFRS 11 (Joint Arrangements) regelt die Bilanzierung von gemeinschaftlichen Vereinbarungen und ersetzt die entsprechenden Regelungen des IAS 31 (Interests in Joint Ventures) sowie SIC-13 (Jointly Controlled Entities – Non-Monetary Contributions by Venturers). Eine gemeinschaftliche Vereinbarung im Sinne des IFRS 11 liegt vor, wenn der Bayer-Konzern auf Grundlage einer vertraglichen Vereinbarung die zusammen mit einem Dritten geführten Aktivitäten gemeinschaftlich beherrscht. Der Tatbestand der gemeinschaftlichen Beherrschung ist dabei nur gegeben, sofern Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die Einstimmigkeit der beteiligten Parteien erfordern. Gemeinschaftliche Vereinbarungen lassen sich in gemeinschaftliche Tätigkeiten (Joint Operations) und Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) unterscheiden. Vermögenswerte und Schulden sowie Erlöse und Aufwendungen aus gemeinschaftlichen Tätigkeiten werden anteilig, entsprechend den Rechten und Pflichten des Bayer-Konzerns in den Konzernabschluss einbezogen. Der Anteil an einem Gemeinschaftsunternehmen wird unter Berücksichtigung der Regelungen des geänderten IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures) gemäß der Equity-Methode bilanziert. IFRS 11 wurde rückwirkend unter Beachtung der Übergangsvorschriften angewendet.

Aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 11 wird das bisher nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen Lyondell Bayer Manufacturing Maasvlakte VOF, Niederlande, als gemeinschaftliche Tätigkeit bilanziert und demnach anteilig gemäß den entsprechenden Rechten und Pflichten des Bayer-Konzerns in den Konzernabschluss einbezogen. Der im Rahmen der Umgliederung entstandene Unterschiedsbetrag zwischen dem bisher bilanzierten Equity-Buchwert und den anteiligen Netto-Vermögenswerten in Höhe von 15 Mio € wurde als Verminderung der sonstigen Rücklagen berücksichtigt.

Die bisher quotal einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen Bayer IMSA, S.A. de C.V., Mexiko, sowie Bayer Zydus Pharma Private Limited, Indien, werden gemäß IFRS 11 nun mittels der Equity-Methode bilanziert.

Der Anteil an der Baulé S.A.S., Frankreich, wurde für das 1. Quartal 2012 rückwirkend nach der Equity-Methode einbezogen. Vor Anwendung von IFRS 11 wurde die Baulé S.A.S. quotal konsolidiert. Zum 31. März 2012 erfolgte die vollständige Übernahme der Gesellschaft durch den Erwerb der restlichen Anteile. Seit diesem Zeitpunkt wird die Gesellschaft vollkonsolidiert.

Die Erstanwendung der Standards IFRS 10 (Consolidated Financial Statements), IFRS 11 (Joint Arrangements) und IFRS 12 (Disclosure of Interests in Other Entities) und der Änderungen an IAS 27 (Separate Financial Statements) und IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures) ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, verpflichtend vorzunehmen. Das in der EU bestehende Wahlrecht, diese Standards und Änderungen spätestens für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, anzuwenden, wurde nicht genutzt.

Umstellung des Ausweises der langfristigen aktienbasierten Vergütung

Die folgende Änderung der Bilanzierungsmethoden zum 1. Januar 2013 hatte einen Einfluss auf die Segmentberichterstattung.

Zur Steigerung der Transparenz und Aussagekraft der Segementberichterstattung sowie zur Verbesserung von Planungs- und Steuerungsprozessen hat Bayer im Geschäftsjahr 2013 die Zuordnung der aktienbasierten Vergütung (LTI – Long Term Incentive) zu Segmenten angepasst. Danach wird den einzelnen operativen Segmenten jeweils ein normalisierter LTI-Aufwand auf Basis einer Zielerreichung von 100 % zugerechnet. Mehr- oder Minderaufwendungen aus einer höheren oder niedrigeren Performance der Bayer-Aktie werden nicht mehr den operativen Segmenten, sondern der Überleitung (Corporate Center und Konsolidierung) zugewiesen. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

LTI– Bilanzierungsänderung (Vorjahr)[Tabelle 29]
  1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal 2012
  in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio €
EBIT/EBITDA          
Pharma -1 1 21 12 33
Consumer Health 14 9 23
CropScience 3 1 8 4 16
MaterialScience 1 5 4 10
Alle sonstigen Segmente 1 1 4 3 9
Corporate Center und Konsolidierung -4 -3 -52 -32 -91
Konzern

Die Effekte der im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendeten neuen Rechnungslegungsvorschriften und sonstigen Änderungen von Bilanzierungsmethoden in Bezug auf die Vergleichsperiode bzw. die Vergleichsstichtage können den Tabellen 30 bis 36 entnommen werden.

Bilanzierungsänderungen Gewinn- und Verlustrechnung Bayer-Konzern zum 2. Quartal und 1. Halbjahr 2012

Bilanzierungsänderungen Gewinn- und Verlustrechnung (Vorjahr)
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Bilanzierungsänderungen Gesamtergebnisrechnung Bayer-Konzern zum 2. Quartal und 1. Halbjahr 2012

Bilanzierungsänderungen Gesamtergebnisrechnung (Vorjahr)
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Bilanzierungsänderungen Bilanz Bayer-Konzern zum 01.01.2012

Bilanzierungsänderungen Bilanz zum 01.01.2012[Tabelle 32]
  01.01.2012
 



vor
Bilanzierungs-änderungen
Bilanzierungsänderungen



nach
Bilanzierungs-änderungen
 


IAS 19R
(2011)
IFRS 11
  Wechsel zu anteiliger
Einbeziehung
Wechsel zur Equity-
Methode
  in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio €
Langfristige Vermögenswerte          
Geschäfts- oder Firmenwerte 9.160 -12 9.148
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 10.295 -11 10.284
Sachanlagen 9.823 66 -2 9.887
Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen 319 -89 35 265
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.364 -17 1 1.348
Latente Steuern 1.311 1 1.312
  32.697 1 -40 11 32.669
Kurzfristige Vermögenswerte          
Vorräte 6.368 9 -7 6.370
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.061 -1 7.060
Sonstige Forderungen 1.628 6 2 1.636
Ertragsteuererstattungs-
ansprüche
373 -1 372
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.770 4 -3 1.771
  20.068 19 -10 20.077
           
Gesamtvermögen 52.765 1 -21 1 52.746
           
Eigenkapital          
Sonstige Rücklagen 10.928 3 -23 4 10.912
Aktionären der Bayer AG zurechenbarer Anteil
am Eigenkapital

19.212

3

-23

4

19.196
  19.271 3 -23 4 19.255
           
Langfristiges Fremdkapital          
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 7.870 -92 7.778
Andere Rückstellungen 1.649 87 -1 1.735
Latente Steuern 2.116 3 -3 2.116
  20.104 -2 -3 -1 20.098
Kurzfristiges Fremdkapital          
Andere Rückstellungen 4.218 -1 4.217
Finanzverbindlichkeiten 3.684 -1 3.683
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.779 7 -1 3.785
Sonstige Verbindlichkeiten 1.630 -2 1 1.629
  13.390 5 -2 13.393
           
Gesamtkapital 52.765 1 -21 1 52.746

Bilanzierungsänderungen Bilanz Bayer-Konzern zum 30.06.2012

Bilanzierungsänderungen Bilanz zum 30.06.2012[Tabelle 33]
  30.06.2012
 



vor
Bilanzierungs-änderungen
Bilanzierungsänderungen



nach
Bilanzierungs-änderungen
 


IAS 19R
(2011)
IFRS 11
  Wechsel zu anteiliger
Einbeziehung
Wechsel zur Equity-
Methode
  in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio €
Langfristige Vermögenswerte          
Sachanlagen 9.760 51 -2 9.809
Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen 317 -85 3 235
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.416 -17 1.399
Latente Steuern 1.553 1 -1 1.553
  32.465 1 -51 32.415
Kurzfristige Vermögenswerte          
Vorräte 6.747 13 -4 6.756
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.638 -3 1 8.636
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 646 3 649
Sonstige Forderungen 1.972 6 -2 1.976
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.342 12 -2 1.352
  19.873 28 -4 19.897
           
Gesamtvermögen 52.338 1 -23 -4 52.312
           
Eigenkapital          
Sonstige Rücklagen 10.209 1 -21 1 10.190
Aktionären der Bayer AG zurechenbarer Anteil
am Eigenkapital

18.493

1

-21

1

18.474
  18.554 1 -21 1 18.535
           
Langfristiges Fremdkapital          
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 9.417 -74 9.343
Andere Rückstellungen 1.789 73 1.862
Latente Steuern 1.458 2 -3 1.457
  20.390 1 -3 20.388
Kurzfristiges Fremdkapital          
Finanzverbindlichkeiten 2.585 -1 2.584
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.489 2 -3 3.488
Sonstige Verbindlichkeiten 1.741 -1 -1 -1 1.738
  13.394 -1 1 -5 13.389
           
Gesamtkapital 52.338 1 -23 -4 52.312

Bilanzierungsänderungen Bilanz Bayer-Konzern zum 31.12.2012

Bilanzierungsänderungen Bilanz zum 31.12.2012[Tabelle 34]
  31.12.2012
 



vor
Bilanzierungs-änderungen
Bilanzierungsänderungen



nach
Bilanzierungs-änderungen
 


IAS 19R
(2011)
IFRS 11
  Wechsel zu anteiliger
Einbeziehung
Wechsel zur Equity-
Methode
  in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio €
Langfristige Vermögenswerte          
Sachanlagen 9.863 37 -2 9.898
Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen 284 -63 4 225
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.324 -17 1 1.308
Latente Steuern 1.581 -1 -1 1.579
  32.350 -1 -43 2 32.308
Kurzfristige Vermögenswerte          
Vorräte 6.980 14 -3 6.991
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.431 2 7.433
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 856 1 857
Sonstige Forderungen 1.648 8 -1 1.655
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.695 5 -2 1.698
  18.986 27 -3 19.010
           
Gesamtvermögen 51.336 -1 -16 -1 51.318
           
Eigenkapital          
Sonstige Rücklagen 10.185 1 -21 2 10.167
Aktionären der Bayer AG zurechenbarer Anteil am Eigenkapital
18.469

1

-21

2

18.451
  18.569 1 -21 2 18.551
           
Langfristiges Fremdkapital          
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 9.373 -127 9.246
Andere Rückstellungen 1.986 125 2.111
Latente Steuern 938 -3 935
  19.668 -2 -3 19.663
Kurzfristiges Fremdkapital          
Finanzverbindlichkeiten 2.570 -2 2.568
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.295 11 -1 4.305
Sonstige Verbindlichkeiten 1.318 -3 1.315
  13.099 8 -3 13.104
           
Gesamtkapital 51.336 -1 -16 -1 51.318

Bilanzierungsänderungen Kapitalflussrechnung Bayer-Konzern zum 2. Quartal und 1. Halbjahr 2012

Bilanzierungsänderungen Kapitalflussrechnung (Vorjahr)
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Bilanzierungsänderungen wesentlicher segmentinformationenzum 2. Quartal und 1. Halbjahr 2012

Bilanzierungsänderungen wesentlicher Kennzahlen nach Segmenten (Vorjahr)
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Änderungen zugrunde liegender Parameter

Änderungen in den zugrunde liegenden Parametern beziehen sich vor allem auf die Wechselkurse sowie auf die Zinssätze für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen.

Die Wechselkurse wichtiger Währungen zum Euro ergeben sich wie folgt:

Wechselkurse wichtiger Währungen[Tabelle 37]
    Stichtagskurs Durchschnittskurs
1 € /  
31.12.2012

30.06.2012

30.06.2013
1. Halbjahr 2012 1. Halbjahr 2013
ARS Argentinien 6,48 5,64 7,04 5,69 6,72
BRL Brasilien 2,69 2,65 2,86 2,41 2,66
CAD Kanada 1,31 1,29 1,37 1,30 1,33
CHF Schweiz 1,21 1,20 1,23 1,20 1,23
CNY China 8,22 8,00 8,03 8,19 8,12
GBP Großbritannien 0,82 0,81 0,86 0,82 0,85
JPY Japan 113,61 100,13 129,39 103,23 124,99
MXN Mexiko 17,18 16,88 17,04 17,18 16,47
USD USA 1,32 1,26 1,31 1,30 1,31

Für die Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen wurden folgende wesentliche Abzinsungssätze zugrunde gelegt:

Abzinsungssatz Pensionsverpflichtungen[Tabelle 38]
  31.12.2012 31.03.2013 30.06.2013
  in % in % in %
Deutschland 3,20 3,10 3,50
Großbritannien 4,40 4,35 4,75
USA 3,60 3,80 4,40

Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Die nachfolgende Tabelle enthält die Überleitungsrechnung des EBIT der Segmente zum Ergebnis vor Ertragsteuern des Konzerns:

Überleitung vom EBITDA vor Sondereinflüssen der Segmente zum Ergebnis
vor Ertragsteuern des Konzerns[Tabelle 39]
  2. Quartal
2012
2. Quartal
2013
1. Halbjahr
2012
1. Halbjahr
2013
  in Mio € in Mio € in Mio € in Mio €
EBITDA vor Sondereinflüssen der Segmente 2.233 2.292 4.741 4.876
EBITDA vor Sondereinflüssen Corporate Center -64 -97 -129 -228
EBITDA vor Sondereinflüssen 2.169 2.195 4.612 4.648
Abschreibungen vor Sondereinflüssen der Segmente -665 -651 -1.307 -1.287
Abschreibungen vor Sondereinflüssen Corporate Center -2 -1 -3 -2
Abschreibungen vor Sondereinflüssen -667 -652 -1.310 -1.289
EBIT vor Sondereinflüssen der Segmente 1.568 1.641 3.434 3.589
EBIT vor Sondereinflüssen Corporate Center -66 -98 -132 -230
EBIT vor Sondereinflüssen 1.502 1.543 3.302 3.359
Sondereinflüsse der Segmente -764 -256 -933 -301
Sondereinflüsse Corporate Center 2 2
Sondereinflüsse -762 -256 -931 -301
EBIT der Segmente 804 1.385 2.501 3.288
EBIT Corporate Center -64 -98 -130 -230
EBIT 740 1.287 2.371 3.058
Finanzergebnis -212 -225 -400 -415
Ergebnis vor Ertragsteuern 528 1.062 1.971 2.643
Vorjahreswerte angepasst

Konsolidierungskreis

Entwicklung des Konsolidierungskreises

Zum 30. Juni 2013 wurden insgesamt 288 Gesellschaften voll- oder anteilsmäßig konsolidiert (31. Dezember 2012: 291 Gesellschaften). Zwei Unternehmen mit gemeinschaftlicher Tätigkeit wurden entsprechend IFRS 11 (Joint Arrangements) anteilsmäßig konsolidiert. Ferner sind drei Gemeinschaftsunternehmen und zwei assoziierte Unternehmen im Konzernabschluss nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures) berücksichtigt worden (31. Dezember 2012: vier assoziierte Unternehmen).

Akquisitionen und Desinvestitionen


Akquisitionen

Am 2. Januar 2013 hat HealthCare in den USA Teva Animal Health Inc. vollständig übernommen. Mit der Akquisition verstärkt HealthCare sein Produktangebot im Bereich Antiinfektiva-Lösungen für das Nutztier-Geschäft und erweitert sein bestehendes Produktportfolio um Fortpflanzungshormone. Zusätzlich baut das Unternehmen sein Portfolio durch dermatologische Produkte im Bereich Haustiere, Wellness-Produkte für Tiere sowie Nutrazeutika aus. Es wurden eine vorläufige Einmalzahlung in Höhe von 40 Mio € sowie potenzielle Meilensteinzahlungen vereinbart, die in Höhe von 46 Mio € in der Kaufpreisallokation berücksichtigt wurden. Die Meilensteinzahlungen hängen im Wesentlichen vom Erreichen verschiedener Umsatzziele sowie Produktzulassungen ab. Der Kaufpreis entfiel im Wesentlichen auf Produktmarken. Seit dem Erwerbszeitpunkt wurde ein Umsatz von 5 Mio € erzielt.

Am 18. Januar 2013 erwarb CropScience sämtliche Anteile der Prophyta Biologischer Pflanzenschutz GmbH, eines führenden Anbieters biologischer Pflanzenschutzmittel mit Sitz in Malchow in Mecklenburg-Vorpommern. Neben Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen umfasst die Übernahme auch hochmoderne Produktionsstätten und Formulierungsanlagen in Wismar. Es wurde eine vorläufige Einmalzahlung in Höhe von 25 Mio € vereinbart. Der Kaufpreis entfiel im Wesentlichen auf Technologien, Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie einen Geschäfts- oder Firmenwert. Darüber hinaus wurden zwei in Verbindung stehende Vertriebsrechte in Höhe von 5 Mio € erworben. Seit dem Erwerbszeitpunkt wurde ein Umsatz von 2 Mio € erzielt.

Am 15. März 2013 hat CropScience die vollständige Übernahme von Wehrtec Ltda, einem Hersteller von Sojasaatgut, und dem Soja-Geschäft von Agricola Wehrmann Ltda abgeschlossen, beide mit Sitz im brasilianischen Cristalina im Bundesstaat Goiás. Die Übernahme stärkt die Forschung und Entwicklung von CropScience im Bereich Soja und hilft dem Unternehmen, Sorten zu entwickeln, die auf die Anforderungen und Bedürfnisse der Sojaanbauer in Brasilien abgestimmt sind. Es wurden ein Kaufpreis von 37 Mio € sowie potenzielle Meilensteine in Höhe von bis zu 11 Mio € vereinbart. Der Kaufpreis entfiel im Wesentlichen auf handelsfähige Zuchtpflanzen, Zuchtmaterial und einen Geschäfts- oder Firmenwert. Seit dem Erwerbszeitpunkt wurde kein Umsatz erzielt.

Im Juni 2013 hat HealthCare das Übernahmeangebot für die Aktien der Conceptus, Inc., mit aktuellem Sitz im kalifornischen Milpitas, USA, erfolgreich abgeschlossen und 100 % der ausstehenden Aktien erworben. Conceptus, Inc. hat das Essure™-Verfahren, die einzige Methode zur dauerhaften Empfängnisverhütung ohne operativen Eingriff, entwickelt und vermarktet dieses in den USA sowie in weiteren Ländern. Nach Abschluss der Akquisition kann Bayer eine noch breitere Auswahl kurz- und langwirksamer sowie dauerhafter Verhütungsmethoden anbieten. Es wurde ein Kaufpreis in Höhe von 780 Mio € gezahlt. Der Kaufpreis entfällt im Wesentlichen auf Technologie und Markenrechte. Der nach der Kaufpreisallokation verbleibende Geschäfts- oder Firmenwert ist verschiedenen Faktoren zuzurechnen. Hierzu zählen neben generellen Synergien der Verwaltungsprozesse und Infrastrukturen u. a. bedeutende Kosteneinsparungen in den Funktionen Marketing und Vertrieb. Seit dem Erwerbszeitpunkt wurde ein Umsatz von 11 Mio € erzielt.

Ende April 2013 hat das Landgericht Berlin in den Spruchverfahren mit ehemaligen Minderheitsaktionären der Bayer Pharma AG (ehemals Bayer Schering Pharma AG) über die Angemessenheit von Kompensationszahlungen im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages von 2006 entschieden, dass die von Bayer seinerzeit geleisteten Zahlungen um etwa 40 % zu erhöhen seien. Bayer hält die Entscheidung für falsch und hat Rechtsmittel eingelegt. Die mögliche Nachzahlung stellt eine nachträgliche Kaufpreisanpassung gemäß IFRS 3 in der Fassung vom 31. März 2004 dar, der bedingt durch den Erwerbstermin anzuwenden ist. Exklusive Zinsen wurde für dieses und das parallele Spruchverfahren nach dem Squeeze-out der Minderheitsaktionäre ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 261 Mio € aktiviert.

Die Kaufpreisallokationen für die Teva Animal Health Inc. und Conceptus, Inc. sowie für Wehrtec Ltda und Agricola Wehrmann Ltda sind derzeit noch nicht abgeschlossen, da die Erstellung und Prüfung der zugrunde liegenden finanziellen Informationen noch andauert. Änderungen in der Zuordnung des Kaufpreises auf die einzelnen Vermögenswerte und Schulden können sich daher noch ergeben.

Die genannten Transaktionen wirkten sich zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt auf Vermögen und Schulden des Konzerns wie folgt aus und führten unter Berücksichtigung der übernommenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente unter Einbeziehung von in Vorjahren getätigten Akquisitionen zu folgendem Mittelabfluss:

Erworbene Vermögenswerte und Schulden in 2013[Tabelle 40]
  Beizulegende
Zeitwerte
davon
Conceptus, Inc.
  in Mio € in Mio €
Geschäfts- oder Firmenwert 798 498
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 532 422
Sachanlagen 34 12
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1
Vorräte 29 13
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 29 26
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 7 7
Aktive latente Steuern 92 80
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 59 58
Sonstige Rückstellungen -11 -10
Finanzverbindlichkeiten -83 -82
Sonstige Verbindlichkeiten -81 -77
Passive latente Steuern -209 -167
Nettovermögen 1.197 780
Anteile anderer Gesellschafter
Veränderungen in den Anteilen anderer Gesellschafter
Nettokaufpreis 1.197 780
Übernommene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -59 -58
Verbindlichkeiten für zukünftige Zahlungen -292
Zahlungen für Akquisitionen aus Vorjahren 2
Nettoabfluss aus Akquisitionen 848 722

Ausgaben für Akquisitionen sowie für den Erwerb von zusätzlichen Anteilen an Tochterunternehmen im 1. Halbjahr 2012 in Höhe von 68 Mio € entfielen im Wesentlichen auf den Erwerb der restlichen Anteile in Höhe von 50 % am Systemhaus-Joint-Venture Baulé S.A.S., Frankreich.


Akquisitionen nach dem Bilanzstichtag

Am 1. Juli 2013 übernahm HealthCare die Steigerwald Arzneimittelwerk GmbH mit Sitz in Darmstadt, Deutschland. Steigerwald hat eine starke Stellung im deutschen Phytopharmakamarkt, der sich auf apothekenpflichtige Arzneimittel auf pflanzlicher Basis konzentriert. Das Produktportfolio umfasst unter anderem die Marken Iberogast™ zur Behandlung von funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen sowie Laif™ zur Behandlung von leichten bis mittelschweren Depressionen. Es wurde eine vorläufige Einmalzahlung in Höhe von rund 222 Mio € vereinbart. Der Kaufpreis entfiel im Wesentlichen auf Produktmarken und Technologien sowie einen Geschäfts- oder Firmenwert.


Desinvestitionen

Am 1. Juni 2013 hat MaterialScience sein globales Polyester-Pulverharz-Geschäft sowie das in den USA angesiedelte Geschäft mit flüssigen Polyesterharzen an die Stepan Company in Northfield, USA, verkauft. Es wurde ein Kaufpreis von 45 Mio € vereinbart. Der erzielte Gewinn aus der Veräußerung in Höhe von 42 Mio € wurde in den Sondereinflüssen ausgewiesen.

Aus der im Mai 2009 vollzogenen Übertragung des hämatologischen Onkologieportfolios auf Genzyme Corp., USA, erhielten wir weitere umsatzabhängige Zahlungen in Höhe von 25 Mio €.

Die genannte sowie eine weitere kleinere Desinvestition und die erhaltene Zahlung von Genzyme Corp. wirkten sich im 1. Halbjahr 2013 wie folgt aus:

Desinvestitionen[Tabelle 41]
  2013
  in Mio €
Sachanlagen 13
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 4
Andere Rückstellungen -2
Sonstige Verbindlichkeiten -3
Nettovermögen 12
Nettozuflüsse aus Veräußerungen 79
Abgang Nettovermögen -12
Veränderungen von Forderungen für zukünftige Nettozuflüsse -25
Gewinn aus den Veräußerungen (vor Steuern) 42

Einnahmen aus Desinvestitionen im 1. Halbjahr 2012 in Höhe von 113 Mio € entfielen im Wesentlichen auf umsatzabhängige Zahlungen aus der Übertragung des hämatologischen Onkologieportfolios auf Genzyme Corp., USA, sowie aus der Übertragung des Produktionsstandorts für Leukine™.

Finanzinstrumente

Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten dar und leitet diese auf die entsprechenden Bilanzpositionen über. Da die Bilanzpositionen sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowohl Finanzinstrumente als auch nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (z. B. sonstige Steuerforderungen oder Vorauszahlungen für zukünftig zu erhaltene Leistungen) enthalten, dient die Spalte „Nicht finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten“ einer entsprechenden Überleitung.

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente[Tabelle 42]
  30.06.2013
 


Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
bewertet


Zum beizu-
legenden
Zeitwert
bewertet
Nicht
finanzielle Vermögens-
werte/
Verbindlich-
keiten















Buch-
wert in der Bilanz
 









Buchwert
30.06.2013







Nachricht-
lich: beizu-
legender
Zeitwert




Auf Basis öffentlich notierter Markt-
preise
(Stufe 1)


Auf Basis markt-
naher, direkt ableit-
barer Werte
(Stufe 2)
Auf Basis indivi-
dueller nicht
be-
obacht-
barer Input-faktoren
(Stufe 3)











Buchwert
  Buchwert Buchwert Buchwert
  in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio €
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.887           8.887
Ausleihungen und Forderungen 8.887 8.886         8.887
               
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.046   313 625 28   2.012
Ausleihungen und Forderungen 921 921         921
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte

25


313




338
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen 100 102         100
Derivate mit bilanzieller Sicherungs-
beziehung
      325     325
Derivate ohne bilanzielle Sicherungs-
beziehung
      300 28   328
               
Sonstige Forderungen 621         1.268 1.889
Ausleihungen und Forderungen 621 621         621
Nicht finanzielle Vermögenswerte           1.268 1.268
               
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-
äquivalente
1.732           1.732
Ausleihungen und Forderungen 1.732 1.732         1.732
               
Finanzielle Vermögenswerte gesamt 12.286   313 625 28   13.252
davon: Ausleihungen und Forderungen 12.161           12.161
               
Finanzverbind-
lichkeiten
10.927     373     11.300
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 10.927 11.309         10.927
Derivate mit bilanzieller Sicherungs-
beziehung
      212     212
Derivate ohne bilanzielle Sicherungs-
beziehung
      161     161
               
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.988         46 4.034
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 3.988 3.988         3.988
Nicht finanzielle Verbindlichkeiten           46 46
               
Sonstige Verbindlichkeiten 732     48 20 960 1.760
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 732 732         732
Derivate mit bilanzieller Sicherungs-
beziehung
      19     19
Derivate ohne bilanzielle Sicherungs-
beziehung
      29 20   49
Nicht finanzielle Verbindlichkeiten           960 960
               
Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt 15.647     421 20   16.088
davon: Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet

15.647






15.647
davon: Derivate mit bilanzieller
Sicherungs-
beziehung




231



231
davon: Derivate ohne bilanzielle
Sicherungs-
beziehung




190

20


210

In Ausleihungen und Forderungen innerhalb der sonstigen finanziellen Vermögenswerte sowie in den Finanzverbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurden, sind auch Finanzierungs-Leasingforderungen bzw. Finanzierungs-Leasingverbindlichkeiten enthalten, bei denen Bayer der Leasinggeber bzw. Leasingnehmer ist und die folglich nach IAS 17 bewertet werden.

Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten für Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten weichen die Buchwerte am Bilanzstichtag nicht signifikant von den beizulegenden Zeitwerten ab.

Der beizulegende Zeitwert von langfristigen Forderungen, Ausleihungen, bis zur Endfälligkeit zu haltenden Finanzinvestitionen oder originären Verbindlichkeiten wird als Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzu- oder -abflüsse ermittelt. Die Abzinsung erfolgt unter Anwendung des zum Bilanzstichtag aktuellen laufzeitadäquaten Zinssatzes unter Berücksichtigung der Bonität des Kontrahenten. Sollte ein börsennotierter Preis vorhanden sein, wird dieser als beizulegender Zeitwert angesetzt.

Die beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten entsprechen notierten Preisen auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte (Stufe 1).

Sofern keine beobachtbaren Marktpreise existieren, werden für Derivate die beizulegenden Zeitwerte mit Bewertungstechniken basierend auf marktnahen Inputfaktoren zum Bilanzstichtag ermittelt (Stufe 2). Bei der Anwendung von Bewertungstechniken wird das Kreditrisiko der Vertragspartner durch die Ermittlung von Credit Value Adjustments berücksichtigt.

Die Bewertung der zugehörigen Devisen- und Warentermingeschäfte erfolgt einzelfallbezogen und mit dem jeweiligen Terminkurs bzw. -preis am Bilanzstichtag. Die Terminkurse bzw. -preise richten sich nach den Kassakursen und -preisen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen. Die beizulegenden Zeitwerte von Instrumenten zur Sicherung von Zinsrisiken sowie Zinswährungsswaps ergeben sich durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsmittelzu- und -abflüsse und der Berücksichtigung einer Fremdwährungsumrechnung zum Stichtag. Zur Abzinsung dienen Marktzinssätze, die über die Restlaufzeit der Instrumente angewendet werden.

Die Bewertung von eingebetteten Derivaten erfolgt mithilfe von Bewertungstechniken, die auf individuellen nicht beobachtbaren Inputfaktoren – unter anderen geplanten Absatz- und Bezugsmengen sowie aus Marktdaten abgeleiteten Preisen – basieren (Stufe 3). Eingebettete Derivate werden von den jeweiligen Basisverträgen separiert. Bei den Basisverträgen handelt es sich in der Regel um Absatz- und Bezugsverträge aus dem operativen Geschäft. Die Zahlungsströme aus dem Vertrag ändern sich aufgrund der eingebetteten Derivate beispielsweise in Abhängigkeit von Wechselkursschwankungen, Rohstoffpreisschwankungen oder sonstigen Preisschwankungen.

Die Entwicklung der auf individuellen nicht beobachtbaren Inputfaktoren basierenden und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten stellte sich per saldo wie folgt dar:

Entwicklung der auf individuellen nicht beobachtbaren Inputfaktoren basierenden und zum
beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Saldo)
[Tabelle 43]
  2013
  in Mio €
Buchwerte 01.01. 22
Ergebniswirksame Veränderungen -14
davon zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Verbindlichkeiten -14
Ergebnisneutrale Veränderungen
Zugänge
Abgänge
Umgliederungen
Buchwerte 30.06. 8

In der Berichtsperiode fielen keine Veräußerungsergebnisse an. Ergebniswirksame Veränderungen wurden in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen erfasst.

Rechtliche Risiken

Hinsichtlich der Angaben zu den rechtlichen Risiken des Bayer-Konzerns verweisen wir auf die Darstellung im Bayer-Geschäftsbericht 2012. Der Bayer-Geschäftsbericht 2012 steht unter www.bayer.de kostenlos zum Herunterladen bereit. Seit diesem Geschäftsbericht hat es folgende wesentliche Veränderungen im Bereich der rechtlichen Risiken gegeben:

HealthCare

Produktbezogene Auseinandersetzungen

Yasmin™/YAZ™: Die Gesamtzahl der gerichtlichen und außergerichtlichen Anspruchstellerinnen in den USA belief sich am 8. Juli 2013 auf etwa 5.400 (nach Abzug bereits verglichener Fälle). Die Anspruchstellerinnen machen geltend, drospirenonhaltige orale Kontrazeptiva wie Yasmin™ und/oder YAZ™ bzw. Ocella™ und/oder Gianvi™, von Barr Laboratories Inc. in den USA vermarktete generische Versionen von Yasmin™ bzw. YAZ™, hätten bei Anwenderinnen zu Gesundheitsschäden geführt, in Einzelfällen auch mit Todesfolge. Eine Sammelklage wurde Bayer im Juni 2013 in Israel zugestellt.

Bis zum 8. Juli 2013 hat Bayer ohne Anerkennung einer Haftung Vergleiche mit etwa 6.760 Anspruchstellerinnen in den USA für insgesamt rund 1,4 Mrd US-Dollar vereinbart. Bayer hat lediglich Ansprüche in den USA wegen Erkrankungen infolge von venösen Blutgerinnseln wie tiefen Venenthrombosen oder Lungenembolien nach einer fortlaufenden fallspezifischen Analyse der medizinischen Unterlagen verglichen. Derartige Erkrankungen werden von ca. 2.800 Anspruchstellerinnen behauptet (nach Abzug bereits verglichener Fälle). Von Fall zu Fall wird Bayer weiterhin die Möglichkeit eines Vergleichs einzelner Rechtsstreitigkeiten in den USA in Betracht ziehen.

Im März 2013 hat Bayer ohne Anerkennung einer Haftung und für einen Gesamtbetrag von maximal 24 Millionen US-Dollar einem Vergleich der Gerichtsverfahren zugestimmt, in denen Klägerinnen Schädigungen der Gallenblase behaupten. Bis zum 8. Juli 2013 haben sich rund 8.800 dieser Klägerinnen für eine Teilnahme an dem Vergleich entschieden. Dies sind über 95 % der für den Vergleich in Betracht kommenden Klägerinnen (eine Beteiligungsquote von 90 % war Voraussetzung). Damit hat der Vergleich Bestand.

Wettbewerbsrechtliche Verfahren

Cipro™: Ohne Anerkennung einer Haftung hat Bayer im Juni 2013 eine Vergleichsvereinbarung erzielt, um die Sammelklage indirekter Käufer von Cipro™ aus Kalifornien beizulegen. Die Vereinbarung bedarf der Genehmigung des zuständigen kalifornischen Gerichts. Bayer hat im 2. Quartal 2013 angemessene Vorsorgemaßnahmen getroffen.

Patentrechtliche Auseinandersetzungen

YAZ™: In den Patentverletzungsverfahren gegen Watson, Sandoz und Lupin hat das US-Berufungsgericht im April 2013 Patentansprüche von Bayer für unwirksam erklärt und die Entscheidung des US-Bundesgerichts aus dem vorigen Jahr aufgehoben. Bayer hält die Entscheidung des US-Berufungsgerichts für falsch und hat eine erneute Verhandlung beantragt.

Finacea™: Im März 2013 hat Bayer eine Patentverletzungsklage gegen Glenmark Generics Ltd. bei einem US-Bundesgericht eingereicht. Im Januar 2013 hatte Bayer eine Mitteilung von Glenmark erhalten, dass Glenmark einen abgekürzten Zulassungsantrag für ein neues Arzneimittel (Abbreviated New Drug Application – „ANDA“) hinsichtlich einer generischen Version von Finacea™ in den Vereinigten Staaten eingereicht hat. Finacea™ ist ein Gel von Bayer zur äußerlichen Anwendung.

Staxyn: Bayer reichte im Mai 2013 bei einem US-Bundesgericht eine Patentverletzungsklage gegen Par Pharmaceutical, Inc. und Par Pharmaceutical Companies, Inc. ein. Im April 2013 hatte Bayer eine Mitteilung über einen abgekürzten Zulassungsantrag für ein neues Arzneimittel (ANDA) erhalten, mit dem Par Pharmaceutical die Genehmigung zur Vermarktung einer generischen Version von Staxyn™ vor Patentablauf in den Vereinigten Staaten verfolgt. Staxyn™ ist ein Bayer-Arzneimittel zur Behandlung erektiler Dysfunktion. Es handelt sich dabei um eine oral lösliche Formulierung von Levitra™. Beide Arzneimittel enthalten denselben Wirkstoff, der in den USA durch zwei Patente bis 2018 geschützt wird.

Beyaz™/Safyral™: Im Juni 2013 erhielt Bayer eine weitere Mitteilung von Watson Laboratories, Inc., dass Watson ein ANDA-Zulassungsverfahren hinsichtlich einer generischen Version des oralen Verhütungsmittels Beyaz™ von Bayer in den USA eingeleitet hat. Bayer hat erneut vor einem US-Bundesgericht Patentverletzungsklage gegen Watson eingereicht. Die auf Watsons frühere Mitteilung hin eingereichte Klage war im September 2012 abgewiesen worden. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte festgestellt, dass Watsons ANDA nicht vollständig war. Watsons Mitteilung an Bayer hatte folglich keine rechtliche Wirkung. Im April 2013 erhielt Bayer eine Mitteilung von Watson, dass Watson ein ANDA-Zulassungsverfahren hinsichtlich einer generischen Version von Safyral™, dem zweiten oralen Verhütungsmittel von Bayer mit Zusatz von Folat, in den USA eingeleitet hat. Daraufhin hat Bayer im Juni 2013 vor einem US-Bundesgericht gegen Watson bereits Klage wegen Verletzung desselben Patents eingereicht.

Verfahren mit ehemaligen Aktionären der Bayer Pharma AG: In dem Spruchverfahren mit ehemaligen Minderheitsaktionären der Bayer Pharma AG (ehemals Bayer Schering Pharma AG) über die Angemessenheit von Kompensationszahlungen im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages von 2006 hat das Landgericht Berlin im April 2013 entschieden, dass die von Bayer seinerzeit geleisteten Zahlungen um etwa 40 % zu erhöhen seien. Bayer hält die Entscheidung für falsch und hat Rechtsmittel eingelegt. Es wurden angemessene bilanzielle Vorsorgemaßnahmen für dieses Verfahren und das parallele Spruchverfahren nach dem Squeeze-out der früheren Minderheitsaktionäre getroffen.

Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Nahe stehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 (Related Party Disclosures) sind juristische oder natürliche Personen, die auf die Bayer AG und deren Tochterunternehmen Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die Bayer AG bzw. deren Tochterunternehmen unterliegen. Dazu gehören insbesondere nicht konsolidierte Tochtergesellschaften, Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen sowie Versorgungspläne und ferner die Organmitglieder der Bayer AG. Die Verkäufe an nahe stehende Unternehmen und Personen sind aus Sicht des Bayer-Konzerns nicht von materieller Bedeutung. Lieferungen und Leistungen wurden vor allem im Rahmen des laufenden operativen Geschäftes vom assoziierten Unternehmen PO JV, LP, Wilmington, USA, bezogen (0,4 Mrd €). Im Vergleich zum 31. Dezember 2012 haben sich die Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber den nahe stehenden Unternehmen nicht wesentlich verändert.

Sonstige Angaben

Die Hauptversammlung hat am 26. April 2013 der von der Verwaltung vorgeschlagenen Dividende von 1,90 €/Aktie für das Geschäftsjahr 2012 zugestimmt.

Vorstand und Aufsichtsrat wurde die Entlastung erteilt.

Die Hauptversammlung hat gemäß dem Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Gesellschaft und der Bayer Beteiligungsverwaltung Goslar GmbH vom 18. Februar 2013 zugestimmt.

Die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, wurde als Jahres- und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 sowie für die prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts des Geschäftsjahrs 2013 gewählt.

Leverkusen, 29. Juli 2013

Bayer Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Marijn Dekkers          Werner Baumann          Michael König          Prof. Dr. Wolfgang Plischke

Letzte Änderung: 31. Juli 2013  Copyright © Bayer AG
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