Lagebericht

2. Quartal 2013:

Bayer: Kräftiges Wachstum bei Life Sciences

  • HealthCare und CropScience wachsen dynamisch, MaterialScience schwach
  • Neue Pharma-Produkte deutlich über den Erwartungen
  • Konzernumsatz 10,4 MRD € (wpb. +4,6%)
  • EBIT 1,3 MRD € (+73,9%)
  • EBITDA vor Sondereinflüssen 2,2 MRD € (+1,2%)
  • Konzernergebnis 0,8 MRD € (+74,8%)
  • Bereinigtes Ergebnis je Aktie 1,54 € (+6,2%)
  • Konzernausblick für 2013 beibehalten

Im 2. Quartal 2013 waren unsere Life-Science-Geschäfte weiter auf Wachstumskurs. HealthCare profitierte insbesondere von neuen Pharma-Produkten, deren Markteinführung deutlich besser als erwartet verläuft. CropScience setzte seine erfreuliche Geschäftsentwicklung in einem weiterhin positiven Marktumfeld fort. Bei MaterialScience lag der Umsatz leicht unter Vorjahr. Zudem belasteten hier gesunkene Absatzpreise und höhere Kosten für Rohstoffe das Ergebnis.

1. Umsatz, Ertrags- und Finanzlage im Überblick

2. Quartal 2013

Umsatzerlöse Bayer-Konzern pro Quartal

Der Konzernumsatz wuchs im 2. Quartal 2013 währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) um 4,6 % auf 10.360 Mio € (nominal +1,9 %; Vorjahr: 10.166 Mio €). Der Umsatz von HealthCare stieg wpb. um 7,6 % auf 4.800 Mio € (nominal +3,8 %; Vorjahr: 4.625 Mio €). Bei CropScience erhöhte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal wpb. um 7,3 % auf 2.392 Mio € (nominal +5,1 %; Vorjahr: 2.276 Mio €). Der Umsatz von MaterialScience lag währungs- und portfoliobereinigt mit 2.875 Mio € leicht unter dem Vorjahresniveau (wpb. -1,5 %; nominal -2,7 %; Vorjahr: 2.954 Mio €).

EBIT Bayer-Konzern pro Quartal / EBITDA vor Sondereinflüssen Bayer-Konzern pro Quartal

Das EBIT des Bayer-Konzerns verbesserte sich infolge niedrigerer Sondereinflüsse deutlich um 73,9 % auf 1.287 Mio € (Vorjahr: 740 Mio €). Diese sanken auf -256 Mio € (Vorjahr: -762 Mio €). Hierin sind vor allem Aufwendungen für außerplanmäßige Abwertungen immaterieller Vermögenswerte, für Restrukturierungsmaßnahmen sowie für Rechtsfälle, im Wesentlichen im Zusammenhang mit Cipro™ (siehe Kapitel „Rechtliche Risiken“), enthalten. Das EBIT vor Sondereinflüssen des Bayer-Konzerns betrug 1.543 Mio € (+2,7 %; Vorjahr: 1.502 Mio €). Das EBITDA vor Sondereinflüssen lag mit 2.195 Mio € leicht über dem Vorjahreswert (+1,2 %; Vorjahr: 2.169 Mio €). Bei HealthCare erhöhte sich das EBITDA vor Sondereinflüssen um 6,4 % auf 1.328 Mio € (Vorjahr: 1.248 Mio €). Dieser Anstieg ist insbesondere auf die gute Geschäftsentwicklung bei Pharma zurückzuführen. Das EBITDA vor Sondereinflüssen bei CropScience wuchs hauptsächlich aufgrund höherer Absatzpreise und -mengen um 13,7 % auf 624 Mio € (Vorjahr: 549 Mio €). Bei MaterialScience ging das EBITDA vor Sondereinflüssen um 28,5 % auf 274 Mio € (Vorjahr: 383 Mio €) zurück. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen gesunkene Absatzpreise und höhere Kosten für Rohstoffe. Gegenüber dem 1. Quartal 2013 konnten wir hingegen das Ergebnis deutlich steigern.

Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von -225 Mio € (Vorjahr: -212 Mio €) stieg das Ergebnis vor Ertragsteuern deutlich auf 1.062 Mio € (Vorjahr: 528 Mio €). Das Finanzergebnis beinhaltete insbesondere ein Zinsergebnis von -120 Mio € (Vorjahr: -80 Mio €). Hier wirkten sich vor allem Zinsen im Zusammenhang mit einem gerichtlichen Verfahren (Spruchverfahren) mit ehemaligen Schering-Aktionären aus (siehe Kapitel „Rechtliche Risiken“). Die Aufwendungen für die Aufzinsung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen beliefen sich auf 78 Mio € (Vorjahr: 90 Mio €). Nach Abzug eines Steueraufwands von 218 Mio € (Vorjahr: 42 Mio €) sowie nach Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich für das 2. Quartal 2013 ein Konzernergebnis von 841 Mio € (Vorjahr: 481 Mio €), ein Plus von 74,8 %. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich um 75,9 % auf 1,02 € (Vorjahr: 0,58 €) und das bereinigte Ergebnis je Aktie um 6,2 % auf 1,54 € (Vorjahr: 1,45 €).

Brutto-Cashflow pro Quartal / Netto-Cashflow pro Quartal

Der Brutto-Cashflow stieg im 2. Quartal 2013 – insbesondere aufgrund des verbesserten EBIT – um 37,3 % auf 1.680 Mio € (Vorjahr: 1.224 Mio €). Der Netto-Cashflow erhöhte sich um 9,6 % auf 1.536 Mio € (Vorjahr: 1.401 Mio €).

Die Nettofinanzverschuldung stieg von 7,5 Mrd € am 31. März 2013 auf 9,0 Mrd € am 30. Juni 2013. Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit haben die Auszahlungen für die Dividende und die Akquisition von Conceptus (siehe „Akquisitionen und Desinvestitionen“) nur teilweise kompensiert. Der bilanzierte Nettobetrag für Altersversorgungszusagen verringerte sich im Vergleich zum 31. März 2013 von 9,4 Mrd € auf 8,2 Mrd €, insbesondere aufgrund gestiegener langfristiger Kapitalmarktzinsen.

1. Halbjahr 2013

Im 1. Halbjahr 2013 konnte der Bayer-Konzern den Umsatz erwartungsgemäß steigern. Das EBITDA vor Sondereinflüssen lag hingegen lediglich leicht über dem Vorjahr. Erfreulichen Zuwächsen der Life-Science-Geschäfte bei Umsatz und Ergebnis stand ein schwacher Geschäftsverlauf von MaterialScience in einem schwierigen Marktumfeld gegenüber.

Der Umsatz stieg wpb. um 4,2 % auf 20.626 Mio € (nominal +2,0 %; Vorjahr: 20.220 Mio €). Dabei erzielte HealthCare ein Wachstum von wpb. 6,3 % (nominal +3,1 %). Auch CropScience konnte seinen Umsatz deutlich steigern (wpb. 7,2 %; nominal +5,5 %). Bei MaterialScience lag der Umsatz auf Vorjahresniveau (wpb. -0,6 %; nominal -1,6 %).

Das EBIT verbesserte sich um 29,0 % auf 3.058 Mio € (Vorjahr: 2.371 Mio €). Die Sondereinflüsse beliefen sich in Summe auf -301 Mio € (Vorjahr: -931 Mio €). Das EBIT vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 1,7 % auf 3.359 Mio € (Vorjahr: 3.302 Mio €). Das EBITDA vor Sondereinflüssen lag mit 4.648 Mio € leicht über Vorjahr (4.612 Mio €).

Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von -415 Mio € (Vorjahr: -400 Mio €) erzielten wir ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 2.643 Mio € (Vorjahr: 1.971 Mio €). Das Finanzergebnis beinhaltete insbesondere ein Zinsergebnis von -183 Mio € (Vorjahr: -176 Mio €), Aufwendungen für die Aufzinsung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen von 158 Mio € (Vorjahr: 177 Mio €) sowie Kursverluste in Höhe von 56 Mio € (Vorjahr: 31 Mio €). Nach Abzug eines Steueraufwands von 637 Mio € (Vorjahr: 444 Mio €) erreichten wir ein Ergebnis nach Ertragsteuern von 2.006 Mio € (Vorjahr: 1.527 Mio €).

Nach Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich insgesamt ein Konzernergebnis von 2.001 Mio € (Vorjahr: 1.521 Mio €). Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich auf 2,42 € (Vorjahr: 1,84 €) und das bereinigte Konzernergebnis je Aktie auf 3,24 € (Vorjahr: 3,12 €); zur Berechnung siehe Kapitel 7 „Bereinigtes Ergenis je Aktie“.

Der Brutto-Cashflow erhöhte sich um 23,5 % auf 3.487 Mio € (Vorjahr: 2.824 Mio €). Der Netto-Cashflow stieg auf 1.863 Mio € (+13,7 %; Vorjahr: 1.638 Mio €). Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich zum 30. Juni 2013 auf 9,0 Mrd € (31. Dezember 2012: 7,0 Mrd €). Der bilanzierte Nettobetrag für Altersversorgungszusagen verringerte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2012 von 9,2 Mrd € auf 8,2 Mrd €, insbesondere aufgrund gestiegener langfristiger Kapitalmarktzinsen.

Letzte Änderung: 31. Juli 2013  Copyright © Bayer AG
http://www.stockholders-newsletter-q2-2013.bayer.com